09/2/2007 Gehupft wie gesprungen

Titel, Leads und Unterzeilen sind mein Business als Abschlussredaktor am Berner «Bund». Folgender Titel einer Kurzmeldung hat mich spontan irritiert: «Wohnung in Brand». Vielmehr hätte ich formuliert: «Brand in Wohnung». Bis ich dann merkte: Es ist gehupft wie gesprungen. Oder gesprungen wie gehupft.

08/2/2007 Ohne Kuhn

Ich habs schon in der Werbewoche geschrieben: Die Weltwoche ist unter dem neuen Schriftleiter und Eigentümer Roger Köppel ein dünnes Blättchen geworden. Um mich selbst zu zitieren: «Bis zu einem Viertel ihres früheren Umfangs hat die Weltwoche verloren.» Die aktuelle Ausgabe zählt 74 Seiten, immerhin 8 mehr als das absolute Minimum von 66 Seiten. Gespart wurde – und das ist inzwischen offensichtlich – auch bei der Pop-Berichterstattung. Albert Kuhn schreibt nicht mehr. Schade. Und damit schadet sich die Weltwoche selbst. War doch Kuhns Pop-Rubrik einer der letzten Gründe, weshalb auch linke Köppelhasser das Blatt noch lasen. (Ich zähle mich übrigens nicht zur erwähnten Gruppe, spätestens Donnerstagnacht habe ich jede Weltwoche von A-Z gelesen. Das dauert inzwischen ja auch nicht mehr so lange...)

07/2/2007 Nullsummenspiel

Heute morgen bei der Zeitungslektüre entdeckt: Der Verband Schweizer Presse bewirbt mit halbseitigen Inseraten sein neues Abo-Portal presseabo.ch. Schön bunt und auch einigermassen übersichtlich gestaltet ist das neue Portal; aber voll Web 1.0 – als müssten die Zeitungen beweisen, dass sie von aktuellen Entwicklungen im Internet keine Ahnung haben.
Aber eigentlich geht es ja um folgende Frage: Bringt ein solches Portal auch nur ein einziges zusätzliches Zeitungsabonnement (was ja eigentlich das Ziel sein sollte)? Wohl kaum. Viel mehr gehe ich davon aus, dass dies einfach eine weiter Möglichkeit ist, ein Abo zu bestellen. Entweder man machts mit dem Talon oder halt per Internet. Ein Nullsummenspiel, also.

25/4/2004 Es blogt im Blätterwald

Der Trend hält an. Wie der Dienstraum meldet, führt die italienische Tageszeitung «La Republica» auf ihrer Webseite inzwischen acht Weblogs

20/4/2004 Amis, lest Blogs!

...statt über die böse FCC und die Medienkonzentration zu lamentieren. Der
Wunsch nach anderen Nachrichten ist erfüllt. Lest Blogs!

01/4/2004 Unterschiedliche Ellen

Heute dürfen sie wieder: Frei erfinden, schwurbeln und lügen was das Zeug hält. Und bereits am 2. April geht ein Aufschrei durch die Presselandschaft, wenn ein fantasiebegabter Autor sich erfrecht, nicht Fakten, sondern in erster Linie eine stimmige Geschichte zu Papier zu bringen. Schafft diese unsägliche Tradition der 1. April-Ente ab oder lasst das heucheln!